Gesellschaftspolitik

Das Thema "Ernährung" vernetzt betrachten

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Dank der Konstruktion von STERTZ können die gesellschaftspolitisch so dynamischen Themenkomplexe „Lebensmittel“ und „Ernährung“ vernetzt und ganzheitlich betrachtet werden.

 

  • Ohne Landwirtschaft gibt es keine Lebensmittel, und ohne Lebensmittel können wir uns nicht ernähren. Landwirtschaft und Ernährung sind also untrennbar verbunden, mit allen Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Umwelt und die Gesundheit des Einzelnen.
  • Das Thema Ernährung spielt in der öffentlichen Diskussion zudem eine große Rolle. Die Menschen möchten über Ernährung informiert werden, und sie lassen sich mit dem Thema erreichen.
  • Was und wie wir morgen essen ist eine Frage, die in ihrer Signifikanz im Hinblick auf Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Welternährung zunehmend an Dringlichkeit gewinnt. Auch der Einfluss auf die Gesundheit und der soziale Aspekt der Esskultur sind wichtige Zukunftsthemen.
  • Gesellschaftspolitisch ist es eine zentrale Frage, wo unsere Lebensmittel in Zukunft herkommen werden. Dabei spielen das Wachstum (von Unternehmen und der Produktion) sowie der internationale Handel eine Rolle: Wird die Bedeutung von regionalen Produkten zunehmen – oder wird es vermehrt zu einem betriebswirtschaftlich motivierten Verdrängungswettbewerb kommen?

Mit der Initiative STERTZ ergibt sich jedenfalls ein großes Wissensnetzwerk, das eine Verzahnung von Wissenschaft, Ernährungsbildung und Ernährungswirtschaft möglich macht.

Essen ist Politik – und Politik ist auf dem Teller

Essen ist Wertehaltung, Statussymbol, Genuss oder Überlebenskampf in einem. Essen spielt sich ab zwischen Verführung und Vernunft, zwischen Stoffwechsel und Therapie, zwischen privatem Genuss und staatlicher Kontrolle: Essen ist Politik!

Die Wahl unserer Lebensmittel und der Umgang mit wertvollen Ressourcen ziehen einen langen Rattenschwanz an Auswirkungen nach sich: Erschütternde Bilder aus heimischen Tierhaltungsbetrieben, ein viel zu großer ökologischer Fußabdruc​k, ge-rodete Regenwälder, eine zerstörte „Soziale Marktwirtschaft” in Ländern des  globalen Südens.

Wenn es gelingt, ein Bewusstsein zu schaffen, für das, was in unseren Lebensmitteln steckt, wie sie produziert werden und dafür, welche Auswirkungen die landwirtschaftliche Produktion heute und in Zukunft hat, dann macht STERTZ Sinn.

STERTZ ist sich mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik einig, dass die gemeinsame Aufgabe „Ernährung“ in Zukunft besser abgebildet werden muss: Kompetenzen bündeln, verpflichtende Qualitätsstandards anpeilen, ernährungsphysiologisch fundierte Empfehlungen erarbeiten, die Wertschätzung von Lebensmitteln forcieren, Lebensmittelabfälle noch konsequenter ver-meiden.

Deshalb STERTZ

Unsere heimische Land- und Ernährungswirtschaft steht täglich auf dem Prüfstand, da sie auf der ganzen Welt den Interessen der Verbraucher gerecht werden muss. Mit der Gründung von STERTZ soll dabei geholfen werden, den Wissenstransfer im Bereich Ernährung zu erleichtern, das Bewusstsein der Menschen für eine gesunde Ernährung zu stärken und die Entwicklung von Produktinnovationen für mehr Lebens- und Ernährungsqualität voranzutreiben.